Zinsen

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Was sind Zinsen?

Wenn Du Dir nach und nach ein Vermögen ansparen willst, legst Du Dein Geld wahrscheinlich auf einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto an. Oder Du besitzt noch ein klassisches Sparbuch, auf das Du regelmäßig kleinere oder größere Beträge einzahlst.

In all diesen Fällen erhältst Du für Dein Geld normalerweise von der Bank oder Sparkasse Zinsen.

Du erhältst also regelmäßig einen bestimmten Prozentsatz Deiner Sparsumme als Gegenleistung dafür, dass Du dem Kreditinstitut Geld leihst.

Es kann aber auch sein, dass Du selbst Geld benötigst, was Du dir von der Bank borgst. Dann bist Du es, der einen vereinbarten Zinssatz zahlen muss.

Sparzinsen als Kaufkrafterhalt

Ob Du für ein Auto sparst, Dir ein neues Zuhause einrichten willst oder einfach nur einen finanziellen Puffer schaffen möchtest – Geld auf einem Tages- oder Festgeldkonto zu parken, lohnt sich in jedem Fall. Denn für die dort hinterlegten Beträge erhältst Du Zinsen und kannst Dein Vermögen so zusätzlich erhöhen. Zudem dienen Zinsen grundsätzlich dazu, Deine Ersparnisse vor einer inflationsbedingten Abwertung zu schützen. Das bedeutet, dass die Kaufkraft Deines Geldes durch die Dir zufließenden Zinszahlungen ausgeglichen wird und (in einem gewissen Rahmen) erhalten bleibt.

Kreditzinsen können ziemlich hoch sein

Selbst in Zeiten, in denen es für Sparguthaben nur geringe Zinszahlungen gibt, verlangen viele Banken für die Gewährung eines Kredites recht hohe Zinssätze. Vor allem bei der Inanspruchnahme eines Dispokredites bzw. einer sogenannten „eingeräumten Kontoüberziehung“ wirst Du oft kräftig zur Kasse gebeten. Ein Vergleich der unterschiedlichen Konditionen und ggf. der Wechsel zu einer anderen Bank kann hier sehr hilfreich sein.

So wird der Zinssatz berechnet

Mit der folgenden Formel kannst Du ausrechnen, wie viel Zinsen Du pro Jahr auf Dein Guthaben erhältst bzw. wie viel Zinsen Du für einen bestimmten Kreditbetrag zahlen musst:

Sparguthaben bzw. Kreditbetrag x Zinssatz = jährlicher Zins in EUR

U
Beispiel

Wenn Du also 10.000 EUR bei einem Zinssatz von 3 % pro Jahr (p. a. / „pro anno“ = „pro Jahr“) anlegst, sieht die Berechnung wie folgt aus:

10.000 x 0,03 = 300

Du erhältst dann pro Jahr eine Zinszahlung in Höhe von 300 EUR.

 

Zinssätze sind häufig variabel

Während der Zinssatz eines Kredites meist bei Vertragsabschluss für die gesamte Laufzeit festgeschrieben wird, sind Sparzinsen häufig variabel. Hier reagieren die Geldinstitute zeitnah auf die Entwicklung auf den internationalen Kapitalmärkten bzw. auf die Höhe des sogenannten Leitzinses der Europäischen Zentralbank (EZB). In Niedrigzinsphasen kann es daher sein, dass Du für Deine Ersparnisse nur sehr wenig Zinsen erhältst. Schlimmstenfalls (bei sehr hohen Einlagen) musst Du sogar Negativzinsen zahlen.

Wenn Du weißt, dass Du Dein Geld in naher Zukunft nicht benötigst, ist es daher möglicherweise eine gute Idee, Deine Ersparnisse auf einem Konto mit festem Zinssatz anzulegen. Auf diese Weise ist Dir das Zinsniveau bei Abschluss für den vereinbarten Zeitraum sicher.

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