Lastschrift

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Was bedeutet Lastschrift?

Das Lastschriftverfahren ist ein traditionelles Zahlungsverfahren, bei dem Du beispielsweise einem Händler das Recht einräumst, den fälligen Betrag aus einer Rechnung von Deinem Konto abzubuchen. Früher gab es bei den Lastschriften zwei Typen – den Abbuchungsauftrag sowie die Einzugsermächtigung. Die Europäische Union hat diese Unterscheidung abgeschafft und weitere Änderungen eingeführt.

Zweck dieser Maßnahmen war es, diese Arten der Zahlung sicherer zu machen.

Von den klassischen Methoden gibt es nur noch die Einzugsermächtigung, die in Verbindung mit einer Bankkarte funktioniert. Man bezeichnet diese Version als elektronisches Lastschriftverfahren. Die Variante ohne eine Zahlungskarte ist heute nicht mehr erlaubt.

Wie funktioniert das Lastschriftverfahren?

Für Bankkunden gibt es heute zwei Möglichkeiten der Lastschriftnutzung – die Basis- und die Firmenlastschrift. Beide funktionieren über das sogenannte SEPA-Mandat. Mit einem Mandat gibst Du im bargeldlosen Zahlungsverkehr die Erlaubnis, dass der Empfänger Deiner Zahlung eine Forderung von Deinem Konto einziehen darf. Wenn dieser den Bankeinzug nutzt, erhält er von Deiner Bank eine Kontogutschrift über den jeweiligen Betrag, der Deinem Konto dann abgebucht wird. Das Kürzel SEPA ist Dir vielleicht schon vom Begriff SEPA-Lastschriftmandat bekannt. SEPA heißt Single Euro Payments Area und beschreibt den Zahlungsverkehrsraum der Europäischen Union, in dem diese Art des Lastschriftverfahrens gültig ist.

Wann ist ein Lastschriftmandat sinnvoll?

Die SEPA-Lastschrift ist besonders ideal für alle wiederkehrenden Zahlungen, die Du von Deinem Konto abbuchen lassen möchtest. Der Dauerauftrag als Alternative eignet sich, wenn die Zahlungen grundsätzlich die gleiche Höhe haben. Doch bei Zahlungen, die sich ändern – beispielsweise einer verbrauchsabhängigen Handyrechnung – kannst Du diesen natürlich nicht nutzen. Die SEPA-Lastschrift ist dann eine elegante Alternative. Denn sie hat für Dich den Vorteil, dass alle Zahlungen auch ohne eine von Dir manuell veranlasste Überweisung pünktlich abgebucht werden. Auch für den Händler ist die Lastschriftvariante ideal. Denn er kann sich sicher sein, dass die Kontobewegung durchgeführt wird.

Wie lange gilt das Mandat?

Das SEPA-Mandat für den jeweiligen Händler, Vermieter oder Dienstleister wird einmal erteilt und ist dann bis zu Deinem Widerruf (beispielsweise, wenn Du den Provider wechselst) gültig. Es ist die Basis für die Lastschrift, die Dein Konto belastet. Deshalb ist es wichtig, dass du das Mandat widerrufst, wenn Du einen anderen Anbieter für eine Dienstleistung wählst.

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Wichtig zu wissen

Du hast aber auch das Recht, Lastschriften bis zu 8 Wochen nach Belastung Deines Kontos zu widerrufen. Die Lastschrift wird dann zurückgegeben und der Betrag Deinem Konto sofort wieder gutgeschrieben. Das kannst Du direkt am Bankschalter oder in Deinem Online-Banking veranlassen. So bist Du gegen unrechtmäßige Abbuchungen geschützt, beispielsweise wenn Dein Fitnessstudio noch immer den Mitgliedsbeitrag abbucht, obwohl Du fristgerecht gekündigt hast.

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