Finanzierung

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Was ist eine Finanzierung?

Der Begriff Finanzierung beschreibt den Prozess der Mittelbeschaffung und deren Rückerstattung, um Leistungen erwerben und nutzen zu können. In der Regel handelt es sich um Kapital, das im Rahmen einer Investition zum Einsatz kommt.

Es gibt also eine Zweckbindung der Mittel. Diese können nicht frei eingesetzt werden.

Experten unterscheiden den Begriff der Finanzierung nach den Faktoren „privat“ und „betrieblich„. Letztere kennt weitere Binnendifferenzierungen.

Was ist eine private Finanzierung und wer braucht sie?

Hierbei handelt es sich um zielgerichtete Kapitalbeschaffung mit anschließender Rückzahlung durch mindestens eine Privatperson. In der Regel geschieht dies über einen Kredit. Auto-, Produkt- und Immobilienfinanzierungen sind drei weit verbreitete Beispiele. Sie zeigen, in welchen Bereichen diese Finanzierungsform besonders benötigt wird. Darlehensgeber sind Banken, spezielle Kreditinstitute oder ebenfalls Privatpersonen. Unterschiede gibt es vor allem im Bereich der Rückzahlungskonditionen. Hierzu zählen beispielsweise:

  • feststehende, rollierende oder nach festen Zeiträumen neu festzulegende Zinsen
  • Möglichkeit einer Anschlussfinanzierung – ja oder nein?
  • Möglichkeit der Rückgabe des erworbenen Guts (z.B. Auto) – ja oder nein?
  • Möglichkeit, das erworbene Gut als Sicherheit einzusetzen (z.B. Haus) – ja oder nein?

    Vor- und Nachteile privater Finanzierungen

    Vorteile Nachteile
    ✓  Zinsen niedriger als bei verwendungsfreien Privatkrediten – erworbene Güter verlieren möglicherweise an Wert
    ✓  erworbenes Gut kann oft als Sicherheit dienen – Rückzahlungszeiträume können sehr lang sein
    ✓  Wunsch lässt sich sofort erfüllen (Neuwagen, Computer, Haus, etc.) – Zinsen ändern sich möglicherweise

    Was ist eine betriebliche Finanzierung?

    Die gängigen Differenzierungen im Bereich der Unternehmensfinanzierung sind die Eigen- vs. Fremdfinanzierung sowie die Innen- vs. Außenfinanzierung. Die erste Unterscheidung ist einfach verständlich: Das Kapital stammt entweder aus Eigenmitteln oder fließt als Kredit zu. Die andere Differenzierung ist etwas komplizierter:

    Innenfinanzierung: Das Kapital stammt stets aus Eigenmitteln. Es kann durch einbehaltenen Gewinn, durch Abschreibungen oder über die Datierung von Rückstellungen bereitgestellt werden. Alternativ ist auch eine Vermögensumschichtung möglich. Eine Fremdfinanzierung ist bei dieser Variante nicht möglich.

    Außenfinanzierung: Bei einer Fremdfinanzierung stammt das Kapital aus einem Kredit. Als Eigenfinanzierung stellen die Eigentümer frische Mittel zur Verfügung, beispielsweise über höhere Beteiligungen. Sie erwerben also mehr Anteile am Unternehmen.

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