Baukosten

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Was sind Baukosten?

Baukosten sind die Kosten für die Errichtung eines Bauwerks (reine Baukosten) zuzüglich weiterer Kosten für den Erwerb des Grundstücks, der Außenanlagen sowie weiterer Baunebenkosten.

Rechtliche Regelungen

Baukosten sind definiert in der Norm DIN 276 – Kosten im Bauwesen – und in der Verordnung über wohnungswirtschaftliche Berechnungen nach dem Zweiten Wohnungsbaugesetz (Zweite Berechnungsverordnung).

Zusammensetzung der Baukosten

1. Grundstückskosten umfassen:

  • den Kaufpreis für das Baugrundstück
  • die Kaufnebenkosten

Zu letzteren zählen Grunderwerbsteuer, Kosten für den Notar sowie gegebenenfalls Maklerprovisionen und Gebühren für den Eintrag einer Grundschuld im Rahmen der Baufinanzierung.

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Schon gewusst?

Die Kaufnebenkosten sind regional unterschiedlich. Sie machen ca. 5 Prozent bis 13 Prozent des Kaufpreises aus.

2. Vorbereitende Maßnahmen verursachen Kosten für:

  • die Einrichtung der Baustelle
  • das Bodengutachten
  • die Rodung
  • den Abbruch vorhandener Bebauung und Abfuhr von Schutt

3. Bauwerkskosten (Herstellungskosten) sind die Kosten für den Rohbau (Erdarbeiten, Tätigkeiten von Maurern und Zimmerleuten, Dacheindeckung) und den Ausbau des Gebäudes (Schalungen, Verkleidungen, Putz, Innenwände, Böden).

Für Einfamilienhäuser sollten Bauwerkskosten von mindestens 1.800 Euro pro Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche veranschlagt werden. Bei gehobener Ausstattung mit Unterkellerung steigt der Quadratmeterpreis auf 3.000 Euro.

4. Kosten für die Außenanlagen und die Ausstattung betreffen zum Beispiel die Gestaltung von Rasenflächen, Zufahrten und Wegen sowie Müllboxen. Auch Klingel- und Briefkastenanlagen und die Installation von Kunstwerken am Gebäude oder auf dem Gelände zählen dazu.

5. Baunebenkosten sind:

  • die Kosten der Planung (Architekt, Statiker, weitere Sachverständige)
  • amtliche Gebühren insbesondere für die Baugenehmigung
  • Kosten für Bauversicherungen (Bauherren-Haftpflichtversicherung, Bauleistungsversicherung)
  • Finanzierungskosten
  • allgemeine Verwaltungskosten wie Telefongebühren, Porti und Kopierkosten.

Insgesamt sind für die Nebenkosten etwa 15 Prozent bis 20 Prozent der Bauwerkskosten zu veranschlagen.

Baufinanzierung: Alle Baukosten im Blick behalten

Im Rahmen der Baufinanzierung ist es wichtig, alle Kosten des Bauvorhabens vollständig und realistisch zu erfassen. Bei privaten Bauten bedeutet eine zu niedrige Kostenplanung Finanzierungsengpässe.

Im schlimmsten Fall scheitert die Finanzierung und es kommt zur Zwangsversteigerung.

Kosten- und Finanzierungsrisiken bestehen insbesondere durch eine unerwartete Verlängerung der Bauzeit. Aber auch steigende Kosten für Material, Löhne und Energie bergen ein Risiko. Ein Festpreis-Angebot sorgt hier für Sicherheit.

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